SPEISERÖHRE, OESOPHAGUS UND MAGEN
Erkrankungen der Speiseröhre wie Zenker Divertikel, Achalasie oder Refluxkrankheit können eine chirurgische Therapie benötigen. Standardverfahren zur Behandlung von Zenker Divertikel an unserer Klinik ist die endoskopische Divertikelabtragung mit Myotomie.
Die Refluxkrankheit kann häufig sehr gut medikamentös beherrscht werden. In wenigen Fällen kann eine chirurgische Therapie notwendig sein. Diese Patienten werden präoperativ ausführlich abgeklärt. Die Operation ist eine laparoskopische Fundoplicatio. Dabei wird aus Anteilen des Magens eine Manschette um die Speiseröhre gebildet, um den Säurereflux zu verhindern.
Am häufigsten aber werden Operationen an der Speiseröhre wegen bösartiger Tumoren durchgeführt. Die genaue präoperative Diagnose durch innovative Untersuchungstechniken erlauben eine Individualisierung des Behandlungskonzepts. Nach wie vor bleibt die chirurgische Resektion die einzige gesicherte Heilungschance für die Patienten.
Die Lokalisation des Primärtumors und dessen Ausdehnung bestimmen das Vorgehen. Sie sind ausschlaggebend dafür, ob vor der Operation bestrahlt oder eine Chemotherapie verabreicht wird. Bei der Operation handelt es sich um einen anspruchsvollen Eingriff. Letzterer muss zum Teil durch Bauch und Brustkorb (sogenannter 2-Höhlen Eingriff) durchgeführt werden. Dies erfordert eine enge Kooperation mit Anästhesie und intensivmedizinischen Fachleuten.
Bei der Operation werden ein Teil der Speiseröhre und die umliegenden Lymphknoten entfernt. Die Wiederherstellung der Nahrungspassage geschieht durch das Zusammenschalten eines Magen- oder Darmanteils. Diese Operation wird am Claraspital häufig durchgeführt (15-20x/Jahr), was zu einer niedrigen Komplikationsrate beiträgt.
Operationen am Magen werden heutzutage nur sehr selten aufgrund von Geschwüren durchgeführt. Dabei handelt es sich meist um notfallmässige Eingriffe wegen einer Perforation (Magendurchbruch).
Die Mehrzahl von Magenoperationen werden aufgrund von Tumoren durchgeführt. Tumorlokalisation und -typ bestimmen, ob es sich um eine totale oder subtotale Gastrektomie (Magenresektion) handelt. Der Magen wird durch Anschluss von Dünndarm an Speiseröhre ersetzt. Bei fortgeschrittenen Tumoren, die ggf. mittels Laparoskopie diagnostiziert werden, wird zunächst eine Chemotherapie durchgeführt.
Kleine Magenwandtumoren (wie GIST oder Leiomyome) können laparoskopisch durch eine Teilexcision entfernt werden.
OESOPHAGUSKARZINOM

Nr. 11
Oesophaguskarzinom – Diagnostik und akutelle Therapie
