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Claraspital und Universitätsspital Basel schaffen gemeinsames Zentrum für die Behandlung von Bauchpatienten

Das Beste von beiden: Im neuen Kompetenzzentrum wird in der Region Basel die exzellente medizinische Versorgung im Bauchbereich langfristig sichergestellt.

Das Claraspital und das Universitätsspital Basel bündeln ihre Kräfte in der Viszeralchirurgie und Gastroenterologie. Sie gründen ein Zentrum mit nationaler Ausstrahlung für alle Patienten, die auf eine Behandlung im Bauchbereich angewiesen sind. Die beiden Spitäler tragen mit dieser Modellkooperation dazu bei, dass in der Region Basel weiterhin hochspezialisierte Medizin angeboten wird und sie schaffen neue Möglichkeiten für die Forschung. 

Die Verwaltungsräte des Universitätsspitals Basel und des Claraspitals haben entschieden, gemeinsam ein universitäres Bauchzentrum zu gründen. Damit entsteht der mit Abstand bedeutendste Gesundheitsversorger für Viszeralchirurgie und Gastroenterologie weit über die Region Basel hinaus. Das neue Unternehmen wird die Medizin in der Region stärken und schweizweit eine führende Stellung in der Behandlung und Forschung einnehmen. Die Zusammenarbeit des öffentlich-rechtlichen Universitätsspitals mit dem grössten und gemeinnützigen Basler Privatspital hat Modellcharakter für die ganze Schweiz.

Therapie auf höchstem Niveau für alle Bauchpatienten

Unter dem Namen «Clarunis» eröffnen die beiden Partnerspitäler ab 2019 ein gemeinsames Zentrum für alle Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen oder Verletzungen im Bauchbereich. Dazu werden die entsprechenden Ärztinnen und Ärzte, das Spezialpflegepersonal (Endoskopie etc.) sowie das Case Management in einer neuen Gesellschaft zusammengeführt. Alle anderen Mitarbeitenden, z.B. das Pflegepersonal auf den Stationen oder das OP-Personal, verbleiben in den heutigen Organisationen.

Die viszeralchirurgische und gastroenterologische Grundversorgung bleibt an den beiden heutigen Standorten der Partnerspitäler bestehen. Die hochspezialisierte Medizin wird jeweils dort zur Anwendung kommen, wo die Kompetenz am grössten ist. Notfälle werden weiterhin an beiden Standorten aufgenommen. Für die Patientinnen und Patienten sowie die Zuweiser bedeutet dies, dass sie bei grösstmöglicher Wahlfreiheit immer eine bedarfsgerechte, ausgezeichnete Therapie erhalten.

Basel bleibt Standort für hochspezialisierte Medizin und Forschung

Das neue Unternehmen vereint das Fachwissen und die Fallzahlen der beiden Partnerspitäler. Die Behandlungsqualität kann damit weiter gesteigert werden, insbesondere für Patientinnen und Patienten mit schweren Erkrankungen. Die Kooperation trägt dazu bei, die hochspezialisierte Medizin im Bauchbereich in der Region zu erhalten, so dass Basler Patientinnen und Patienten weiterhin auf ein umfassendes medizinisches Angebot in Wohnortnähe zählen können und darüber hinaus Patientinnen und Patienten aus einem erweiterten Einzugsgebiet gewonnen werden können.

Beide Spitäler tragen mit ihrem Fachwissen bezüglich hochspezialisierter Behandlungen zur Kooperation bei, das Unispital Basel etwa in der Leberchirurgie und bei hochkomplexen Fällen mit hohem interdisziplinärem Aufwand, das Claraspital unter anderem in der Chirurgie der Speiseröhre, des tiefen Rektums und bei der operativen Behandlung von schwer übergewichtigen Patienten.

Die direkte Verbindung zur Universität Basel und zur international relevanten Forschung wird über die drei Professuren in Viszeralchirurgie, Gastroenterologie und Hepatologie sichergestellt, die das Universitätsspital Basel einbringt. Auch die Forschungstätigkeit des Claraspitals kommt im gemeinsamen Bauchzentrum zum Tragen. Durch die Konzentration der Fallzahlen und die Zusammenarbeit der besten Fachleute in der Region entstehen Synergien für die klinische Forschung und chirurgisch-technische Innovationen, etwa die Roboterchirurgie.

Die beiden Partnerspitäler rechnen für Clarunis mit über 9'000 Fällen, davon rund 350 in der hochspezialisierten Medizin. Für die Zukunft wird mit wachsenden Fallzahlen gerechnet.

Gemeinschaftsunternehmen auch mit dem Universitätsspital Nordwest möglich

Clarunis wird am 1. Januar 2019 den Betrieb aufnehmen. Die Zusammenlegung des Geschäfts im Bauchbereich zu einer gemeinsamen Gesellschaft ermöglicht eine vollständige Integration auf medizinischer und betriebswirtschaftlicher Ebene. Das Claraspital verfügt aufgrund der eingebrachten Fallzahlen über eine Stimmen- und Kapitalmehrheit von 55%.

Die fachliche Leitung von Clarunis liegt gemeinsam bei Prof. Dr. med. Markus von Flüe (Chefarzt Claraspital, Viszeralchirurgie) und Prof. Dr. med. Markus Heim (Chefarzt Universitätsspital Basel, Gastroenterologie). Die beiden Standorte von Clarunis werden durch eine Geschäftsleitung geführt, zu der ein noch zu bestimmender Geschäftsführer, die beiden Chefärzte und die Leiterin des Case Management gehören. Lokale Standortleitungen sorgen für eine funktionierende Versorgung vor Ort.

Rund 150 Mitarbeitende beider Häuser werden zu Clarunis wechseln. Es kommt zu keinem Personalabbau, da beide Standorte erhalten bleiben. Die bisherigen Kooperationen und Leistungsaufträge beider Partnerspitäler können aufgrund des unkomplizierten Geschäftsmodells nahtlos weitergeführt werden. Das Claraspital und das Unispital Basel schliessen weiterhin eigene Verträge mit den Versicherern ab und rechnen die von ihnen erbrachten Leistungen separat ab.

Wenn Parlamente und die Bevölkerung der Fusion von Universitätsspital Basel und Kantonsspital Baselland zustimmen, wird Clarunis als Partnerschaft des Claraspitals und des Universitätsspitals Nordwest weitergeführt. Die Kapitalmehrheit wird dann beim Universitätsspital Nordwest liegen, die Stimmenmehrheit weiterhin beim Claraspital Basel.

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