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Das Claraspital weiterhin auf gutem Weg

Das privat geführte, gemeinnützige Akutspital blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Konstant hohe Qualität, stete Weiterentwicklung, wichtige Partnerschaften und engagierte Mitarbeitende haben dazu beigetragen, dass das Claraspital auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurückblicken kann.

 

Leichtes Wachstum
10‘783 stationäre Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2016 im Claraspital behandelt, 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark entwickelt haben sich die ambulanten Zahlen: 6.4 Prozent  mehr oder insgesamt 36‘467 ambulante Patienten wurden letztes Jahr behandelt.

Fachlich konzentrierte sich das Patientenwachstum primär auf das Tumorzentrum sowie auf die Spezialitäten Urologie, Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin. Sehr erfreulich ist, dass wir in der Viszeralchirurgie auch 2016 bei sämtlichen hochspezialisierten Eingriffen (Ösophagus, Pankreas, Leber, Tiefes Rektum und

Bariatrische Eingriffe) die nationalen Vorgaben und Mindestfallzahlen komfortabel erfüllt und erreicht haben.

Wie erwartet rückläufig entwickelten sich die Eintritte der Orthopädie/ Traumatologie, die per Ende Juli 2016 zugunsten einer weiteren Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen aufgegeben wurde. Die Zahlen der seit August 2016 aktiven Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie entsprechen den Erwartungen.

 

Patientenströme
Während die Zahl der stationären Patienten aus Basel-Stadt leicht rückläufig ist (-0.8%), hat der Anteil  der Patienten aus den umliegenden Kantonen weiter zugenommen (+3.6%). Allein aus dem Kanton Basel-Landschaft stammen inzwischen über 30 Prozent aller Patienten. 

Auch die Zunahme der Patienten aus dem Aargau ist mit +12.5 Prozent sehr erfreulich. Aufgrund der intensivierten Zusammenarbeit mit den Gesundheitszentrum Fricktal, insbesondere mit dem Anfang April lancierten gemeinsamen Bauch- und Tumorzentrum, erwarten wir, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Die Zusammenarbeit mit dem Hôpital du Jura entwickelt sich ebenfalls positiv. 


Profilierung der Zentren
Gemäss Gesundheitsversorgungsbericht 2015 des Kantons Basel-Stadt hat das Claraspital bezogen auf stationäre, baselstädtische Patienten im Bereich der Gastroenterologie einen Marktanteil von ca. 50 Prozent, in der Viszeralchirurgie einen Anteil von ca. 55 Prozent und in der Onkologie/Radioonkologie einen Anteil von über 60 Prozent. Bezogen auf das Angebotsspektrum werden im Bauch- und im Tumorzentrum 60 Prozent aller stationären Leistungen des Claraspitals erbracht.

Das Claraspital ist überzeugt, mit der Schwerpunktbildung auf dem richtigen Weg zu sein. Im vergangenen Jahr konnte nebst der tumorgynäkologischen Abteilung auch ein Beckenbodenzentrum realisiert werden, das das Bauchzentrum inhaltlich abrundet und komplettiert. Per Anfang dieses Jahres wurde schliesslich die  Pneumologie/Thoraxchirurgie gestärkt. Mit der Anstellung des bisherigen Kosiliararztes als Chefarzt Thoraxchirurgie soll den Erfolg dieser Spezialität auch langfristig garantiert  und das Erreichen der Mindestfallzahlen sichergestellt werden.

 

Solide Finanzen
Finanziell schliesst die Rechnung mit einem Betriebsgewinn von 2.46 Mio. Franken ab, dies bei einem Gesamtertrag von 201.02 Mio. Franken und einem Gesamtaufwand von 202.71 Mio. Franken. Unter Berücksichtigung ausserordentlicher Abschreibungen im Zusammenhang mit unseren Bauprojekten liegt das Ergebnis bei -1.69 Mio. Franken. Der EBITDA des Spitals beträgt 10.92 Mio. Franken.

 

Erfolgreiche Zertifizierungen
Im ersten Anlauf und ohne Auflagen hat das Claraspital als erstes Spital der Nordwestschweiz  im Juni des vergangenen Jahres die Zertifizierung nach der internationale Norm ISO 9001:2015 über das gesamte Spital erlangt. Zeitgleich hat die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)  zwei Organzentren des Claraspitals zertifiziert: das  Darmkrebs- und das Pankreaskrebszentrum. Damit ist das Claraspital das erste Viszeralonkologische Zentrum der Nordwestschweiz. Das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft, das jährlich von externen Auditoren überprüft wird, ist derzeit für Patienten das beste neutrale Qualitätsmerkmal für eine gute onkologische Versorgung. Es attestiert, dass das Claraspital die Behandlung von Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs gemäss international höchsten Qualitätsrichtlinien erbringt.  

 

Hohe Behandlungsqualität, hohe Patientenzufriedenheit
Hinsichtlich der Qualität zeigen die internen wie externen Patientenzufriedenheitsmessungen ein stabiles, gutes Bild. Die Behandlungsqualität ist weiterhin sehr hoch (Rehospitalisationsrate 2015: 5.2%; 2016: 4.8. Sturzrate/1000 Pflegetage 2015: 4.2; 2016: 3.9.), ebenso die Patientenzufriedenheit (Gesamtzufriedenheit 2015: 98.6% 2016: 99.2%) und die Infektionsraten sind im nationalen und internationalen Vergleich erfreulich tief.

Verbesserungspotenzial gibt es insbesondere in den Gebieten Patientenidentifikation sowie Medikation. Diese Themen werden seit einiger Zeit mit diversen Massnahmen angegangen, um die Anfälligkeit auf Fehler auf ein Minimum zu senken: beispielsweise wird das das Richten von Medikamenten bald anstelle von Pflegefachkräften von Pharmaassistentinnen übernommen.

 

Innovationen
Das Claraspital verfügt über eine hohe Innovationskraft. So können gleich zwei technologische Primeurs vermeldet werden. Zum einen verfügt das Claraspital seit September 2016 über das schweizweit erste Dual-Layer-Detektor-CT, ein IQon Spectral-CT. In den vergangenen Monaten wurden die Einsatzmöglichkeiten des IQon Spectral-CTs ausgelotet. Zum anderen wurde Ende Januar 2017 im Claraspital der erste Prostatapatient mit der PSMA-PET-Methode untersucht. Dieses technisch komplexe Verfahren ist in Europa bereits sehr gut erprobt und seit dem 1. Januar 2017 als krankenkassenpflichtige Leistung schweizweit zugelassen. Aus technischen Gründen stand es bislang nur am Unispital Zürich zur Verfügung – nun also als erstem Spital der Nordwestschweiz auch im Claraspital. Beide Innovationen kommen letztlich den Patienten zugute: sei dies, weil die Strahlenbelastung bedeutend weniger hoch ist, insgesamt weniger Untersuchungen nötig sind oder noch präzisere diagnostische Aussagen gemacht werden können, und deshalb schneller und noch zielgerichtet behandelt werden kann.

 

Bauprojekte
Die Bauarbeiten der ersten Etappe, des Projekts Nord, sind auf gutem Weg. Ende Oktober 2017 sollen die neue Küche, die Kapelle und der neue Haupteingang in Betrieb genommen werden. Die lärmbedingten Einschränkungen waren während des Abbruchs der Kapelle und der Unterfangung des Trakts Nord teilweise beträchtlich. Auch die immer wieder wechselnde Wegführung durch das Haus stellt unsere Patienten vor Herausforderungen. Umso höher ist zu gewichten, dass gerade die von Baulärm und Erschütterungen sehr betroffene Nuklearmedizin in der konventionellen Diagnostik eine Leistungssteigerung von bis zu fast 50 Prozent ausweist.

Parallel zu den Bauarbeiten Nord liefen die Planungsarbeiten für den Ersatzneubau an der Hirzbrunnenstrasse mit neuem OP-Trakt, einer neuen Onkologie und Reha-Abteilung sowie dem neuen Notfall. Die Baubewilligung wird per Ende April erwartet. Ohne Einsprachen wird im Juli 2017 mit dem Abbruch des bestehenden Gebäudes begonnen. Insgesamt wird mit einer Bauzeit von vier Jahren gerechnet. Die Gesamtinvestitionssumme (Projekt Nord, Ersatzneubau Hirzbrunnen, inkl. Vorbereitungsarbeiten, interner Abteilungsrochaden und der Beschaffung von Grossgeräten) beläuft sich auf 250 Mio. Franken.

 

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Das Claraspital ist ein privat geführtes, gemeinnütziges Akutspital, das Patienten aller Versicherungsklassen offen steht. Mit seinen beiden hochspezialisierten Zentren, dem Tumor- und dem Bauchzentrum, den Spezialitäten Pneumologie/Thoraxchirurgie, Kardiologie, Urologie, Gynäkologie/Gynäkologische Onkologie und Allgemeine Innere Medizin/Endokrinologie, einem 24-Stunden-Notfall und Ambulatorien, ist es fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung der Nordwestschweiz.

Den Menschen ins Zentrum zu stellen, ist ein stark verankerter und gelebter Wert im Claraspital. Dazu zählen der sorgfältige Umgang miteinander, die enge, überschaubare Zusammenarbeit zwischen Ärzte- und Pflegeteam sowie die persönliche und individuelle Betreuung unserer Patientinnen und Patienten.

Das Claraspital wurde 1928 gegründet. Trägerin des Claraspitals ist bis heute das Kloster Ingenbohl in Brunnen. Das Claraspital ist ein Spital mit Chefarztsystem und verfügt über 230 Betten in Einer- und Zweierzimmern sowie 12 Imed- und 8 Palliativbetten. Jährlich lassen sich bei uns gut 10‘700 stationäre und über 36‘000 ambulante Patienten von rund 1180 Mitarbeitenden betreuen und behandeln.