da Vinci Xi

Das Claraspital setzt mit da Vinci Xi® auf roboter-assistierte minimal-invasive Chirurgie. Das System der neuesten Generation kommt in der Urologie vor allem bei Prostata- und Nierentumoren zum Einsatz.

Darüber hinaus haben Prof. Dr. Markus von Flüe und sein Team in der roboter-assistierten Viszeralchirurgie eine Vorreiterrolle übernommen: Der da Vinci Xi® Roboter wird vor allem bei komplexen Operationen wie der Speiseröhrenentfernung, bei limitierten Platzverhältnissen wie beispielsweise im kleinen Becken und bei adipösen Patienten eingesetzt.

Dank seiner Kompetenzen und hoher Fallzahlen wurde das Claraspital zum Referenzzentrum für hochspezialisierte minimalinvasive da Vinci Xi®  Viszeralchirurgie ernannt: Hersteller Intuitive Surgical sendet Teilnehmer ihres da Vinci® Technology Training Programms zu Einführungen und Fortbildungen ans Claraspital. Schweizweit ist das Claraspital das erste und einzige da Vinci Xi® Referenzzentrum, europaweit eines der wenigen Zentren. 

Das da Vinci-System setzt sich aus dem eigentlichen Roboter mit beweglichen Armen, die eine Kamera und Instrumente tragen, einer zentralen Recheneinheit und einer Operationskonsole zusammen. 

Während des Eingriffs befindet sich der Chirurg nicht wie sonst üblich direkt am Operationstisch, sondern er steuert die Operationsinstrumente mit kleinen beweglichen Joysticks von der Operationskonsole aus (Abb. 2). Dabei setzt der Roboter die manuellen Bewegungen des Operateurs zittergefiltert exakt um.

 

Ausser den Errungenschaften der Laparoskopie (Schlüssellochchirurgie) wie kleinere Hauschnitte, weniger Blutverlust und weniger postoperative Schmerzen sowie einer rascheren Erholung und Genesung, bietet das da Vinci-System deutliche Vorteile durch eine Verbesserung des Bewegungsumfangs und der Bewegungspräzision der Instrumente. Im Gegensatz zu laparoskopischen Instrumenten, die in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, haben die Instrumente des da Vinci Gelenke, so dass diese in alle Raumrichtungen gedreht werden können mit den gleichen Freiheitsgraden wie eine menschliche Hand. Die Steuerung ist sehr intuitiv, sodass sich nach kurzer Zeit das Gefühl einstellt, Hände und Instrumente verschmelzen miteinander. 

Die Bewegungsfreiheit der Roboterarme mit den ausgefeilten Instrumenten sowie die hochauflösende 3D-Sicht mit bis zu 10-facher Vergrösserung des Operationsgebietes lässt wichtige Strukturen besser erkennen. So können bei der vollständigen Prostataentfernung bei Prostatakrebs Nervenbahnen, welche die Potenz und die Schliessmuskelfunktion der Blase betreffen, besser geschont werden.

Auch bei Nierentumoren ist der Einsatz des da Vinci-Systems für den Patienten vorteilhaft. Wurde früher die betroffene Niere häufig komplett entfernt, erfolgt heute wenn möglich nur eine Teilentfernung des Tumors. Hierbei musste bislang meistens offen mit einem Schnitt unterhalb des Rippenbogens operiert werden. Nach dem Abklemmen der Nierengefässe und Entfernung des Tumors verbleiben dem Operateur nur 30 Minuten, um die Blutgefässe und die Wunde wieder zu verschliessen. Andernfalls droht ein Funktionsverlust der betroffenen Niere. Mit dem da Vinci-Roboter lässt sich die Resektionsfläche minimal-invasiv zügig innerhalb von 30 Minuten verschliessen. Der ganze Eingriff lässt sich so über wenige kleine Hautschnitte vornehmen, was zu deutlich weniger Schmerzen, einer rascheren Genesung und besseren kosmetischen Resultaten führt.

 

Wenn möglich bieten wir roboter-assistierte Operationen bei folgenden Indikationen an:

  • Nierenteilresektion bei günstig gelegenen, kleinen Tumoren 
  • Nierenbeckenplastik (Operation bei Engen des Übergangs vom Nierenbecken in den Harnleiter)
  • Radikale Prostataentfernung bei Prostatakrebs (auch potenzerhaltend)

Videos

Animation DaVinci Nierenteilresektion:

Animation DaVinci Prostatektomie:

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