Grünlicht Laser (XPS Greenlight Laser)

Als Alternative zur transurethralen Prostataresektion (TUR-P) haben sich in den letzten Jahren verschiedene Laseranwendungen bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung durchgesetzt. Diese bieten insbesondere im Hinblick auf die Effektivität der Blutstillung Vorteile gegenüber der TUR-P.

Am Claraspital verwenden wir die neueste Generation des Grünlicht Lasers (XPS, 180 Watt). Die Bezeichnung Grünlicht oder Greenlight erhält der Laser durch die Wellenlänge des Lichtes, das er gebündelt abstrahlt. Die Wellenlänge liegt mit 532 Nanometern im grünen Bereich. Dadurch bietet das System ganz besondere Eigenschaften, die es von früheren Laseranwendungen unterscheidet.

Die Eindringtiefe der Laserenergie in das Prostatagewebe liegt unter einem Millimeter (0.8 mm), da das grüne Licht stark vom roten Farbstoff der Blutkörperchen (Erythrozyten) absorbiert wird. In der sehr gut durchbluteten Prostata wird die Laserenergie folglich sehr gut aufgenommen. Es kommt zu einer raschen und starken Erhitzung der oberflächlichen Prostatagewebsschichten, was zu einer Verdampfung (Vaporisation) des Gewebes führt.

Gleichzeitig bildet sich eine oberflächliche Koagulationszone, die eröffnete Blutgefässe wieder verklebt. Im Gegensatz zu früheren Lasersystemen wird das überschüssige Prostatagewebe sofort, «real-time» abgetragen und nicht erst nach mehreren Tagen vom Körper abgestossen und über die Harnröhre ausgeschieden. Ähnlich wie die herkömmliche Elektroresektion der Prostata, führt die Greenlight Laser Vaporisation der Prostata also zu einer sofortigen Erweiterung der prostatischen Harnröhre.

Der Eingriff wird in Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt und dauert je nach Grösse der Prostata 30 – 90 Minuten. Der Harnröhrenkatheter wird in der Regel innerhalb der ersten zwei Tage entfernt. Anschliessend kann direkt Wasser gelöst werden. Bis zum Abschluss der Wundheilung nach etwa 4 bis 6 Wochen tritt eine stetige Verbesserung der Miktionsverhältnisse ein.

Die Operation hat keinen negativen Einfluss auf die Potenz oder die Erektionsfähigkeit. Allerdings kommt es in den meisten Fällen zu einem rückwärtigen (in die Harnblase) Samenerguss. Die Samenflüssigkeit wird dann beim nächsten Wasserlösen ausgeschieden.

Aufgrund der effektiven Blutstillung des Lasers bieten sich insbesondere Vorteile bei Risikopatienten:

  • Nahezu blutungsfreie, schonende Operation.
  • Der Eingriff kann unter laufender Blutverdünnung durchgeführt werden. Ein Absetzten von Aspirin, Plavix oder Marcoumar ist nicht mehr notwendig.
  • Ein Einschwemmen von Spülflüssigkeit in den Körperkreislauf ist extrem selten.
  • Patienten, bei denen aufgrund von schweren Nebenerkrankungen eine herkömmliche Elektroresektion der Prostata (TUR-P) zu risikoreich wäre, können in den meisten Fällen mit dem Greenlight Laser operiert werden.
  • Kurze Katheterverweildauer und kurzer stationärer Aufenthalt.

Ein Nachteil der Grünlicht Laser Verdampfung ist der Umstand, dass kein Gewebe zur histologischen Untersuchung gewonnen wird. Daher muss vor der Operation feststehen, dass die Prostata-Veränderung definitiv gutartiger Natur ist.

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